Was ist eine Präqualifikation (PQQ)?
Eine Präqualifikation prüft die Eignung eines Bieters, bevor er ein Angebot abgeben darf. Im Vereinigten Königreich heißt dieser Schritt PQQ. Für den Bieter entscheidet eine vollständige, belegte Antwort darüber, ob er zur Angebotsphase zugelassen wird.
Die Präqualifikation ist die Eignungsprüfung am Anfang eines Vergabeverfahrens. Bevor ein Bieter ein Angebot abgeben darf, weist er nach, dass er fachlich, wirtschaftlich und rechtlich geeignet ist, den Auftrag auszuführen. Im Vereinigten Königreich heißt dieser Schritt PQQ (Pre-Qualification Questionnaire). In Deutschland und im EU-Vergaberecht entspricht ihm die Präqualifikation oder Eignungsprüfung, die im Teilnahmewettbewerb eines nicht offenen Verfahrens stattfindet.
Als einheitliches Nachweisinstrument dient die EEE (Einheitliche Europäische Eigenerklärung), die deutsche Fassung der European Single Procurement Document. Mit ihr erklärt der Bieter vorläufig, dass keine Ausschlussgründe vorliegen und die Eignungskriterien erfüllt sind.
Für den Bieter ist die Präqualifikation kein Nebenschauplatz. Wer hier unvollständig oder ohne Belege antwortet, wird gar nicht erst zur Angebotsphase zugelassen. Eine klare, vollständige und belegte Antwort ist die Eintrittskarte für alles, was danach kommt.
Wie ein Bieter auf eine Präqualifikation antwortet
Die Antwort folgt genau den geforderten Nachweisen: Referenzen vergleichbarer Aufträge, Umsatz- und Bilanzkennzahlen, Zertifikate und Compliance-Erklärungen sowie, bei digitalen Leistungen, Nachweise zu Informationssicherheit und Datenschutz. Teams, die regelmäßig an Vergaben teilnehmen, pflegen diese Inhalte in einer geprüften, wiederverwendbaren Bibliothek, damit Nachweise konsistent und aktuell bleiben und nicht für jede Ausschreibung neu geschrieben werden.
Wo SEQUESTO ansetzt
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